Die Erweiterung des Lebenskunst-Coachings: Ein integrativer Ansatz zur Veränderung von Strategien und zum Umgang mit Hindernissen

Published on Nov 10, 2017
Claudia Anette Stumpp-Spies1
Estimated H-index: 1
,
Bernhard Schmitz23
Estimated H-index: 23
Sources
Abstract
Die Forschung zu einem individuellen Lebenskunst-Coaching ist zwar noch in den Anfangen, aber erste Ergebnisse geben vielversprechende Hinweise darauf, dass Lebenskunst durch Coaching gefordert werden kann (Stumpp-Spies/Schmitz 2017b). Hierbei sind die Ressourcen und die Strategien der Coachees ein wichtiger Ausgangspunkt, von dem aus ein Coaching konzipiert werden kann. Daruber hinaus konnten aber noch andere Faktoren eine Rolle dabei spielen, ob ein Coachee seine Lebenskunst verbessern kann oder nicht. Die vorliegende Arbeit geht von der Vermutung aus, dass mogliche Hindernisse wie z. B. Perfektionismus, uberzogene Erwartungen oder Entscheidungen eine Rolle dabei spielen konnten, wenn Coachees bestimmte Strategien nicht umsetzen konnen. Die Frage ist also: Warum konnen bestimmte Ressourcen zuweilen nicht in gute Strategien umgesetzt werden und woran liegt das? Zu diesem Zweck wurden von einem Coach mit 20 ProbandInnen in einer Experimentalgruppe qualitative Interviews durchgefuhrt, die wortlich transkribiert und dann qualitativ ausgewertet wurden. Diejenigen Hindernisse, von denen sich die ProbandInnen sehr stark oder stark betroffen fuhlten, wurden in den Coaching-Prozess miteinbezogen. Spezifische Interventionen zielten darauf ab, auf diese Hindernisse einzuwirken und sie abzuschwachen. Durch einen Mixed-Methods-Ansatz wurde Lebenskunst mittels einer Kombination aus qualitativen und quantitativen Verfahren umfassend abgebildet und ein Erkenntnisgewinn erzielt, den man mit einem rein quantitativen Verfahren nicht hatte erreichen konnen. Die Ergebnisse zeigen, dass Hindernisse bei den teilnehmenden ProbandInnen eine Rolle spielten und dass diese sich durch spezifische Interventionen abschwachen liesen.
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